Dein Sicherheitsgefühl reicht als Grund
Niemand soll vor einem Anruf erst abwägen müssen, ob der eigene Weg gefährlich genug, lang genug oder wichtig genug ist. Wer sich unterwegs wohler fühlt, wenn jemand am Telefon bleibt, ist bei uns richtig – auch regelmäßig, auch täglich und auch auf längeren Wegen.
Wir möchten uns Zeit für die Menschen nehmen, die uns anrufen. Nicht wie eine anonyme Stelle, die nur auf einen möglichen Notfall wartet, sondern eher wie eine ruhige Freundin oder ein ruhiger Freund, die oder der aufmerksam am Telefon bleibt.
Begleitung ist bereits Hilfe
Die Unterstützung beginnt nicht erst dann, wenn eine Situation eskaliert. Schon eine vertraute Stimme, echtes Zuhören und die Gewissheit, nicht allein zu sein, können einen Weg deutlich angenehmer machen. Natürlich haben wir feste Abläufe für Notfälle. Der Notfall ist aber nicht der einzige Sinn einer Begleitung.
Kostenfrei und ohne Paywall
Menschen sollen nicht für ihr Sicherheitsgefühl bezahlen müssen. Unser Angebot soll deshalb für die Anrufenden kostenfrei bleiben. Keine Paywall, keine bezahlte bevorzugte Behandlung und keine Werbung, die aus einer unsicheren Situation ein Geschäftsmodell macht.
Gemeinsam vor Ort
Unser langfristiger Traum ist eine eigene große Begleitstelle mit mehreren Telefonarbeitsplätzen. Mitarbeitende sollen dort gemeinsam Menschen begleiten, sich gegenseitig unterstützen und bei schwierigen Gesprächen unmittelbar Hilfe hinzuziehen können.
Weiterhin aus dem Homeoffice
Auch wenn es später eine feste Begleitstelle gibt, soll das derzeitige Homeoffice-System erhalten bleiben. So können sich Menschen aus unterschiedlichen Regionen engagieren und die Erreichbarkeit gemeinsam mit dem Team vor Ort stärken.
Begleitung per WhatsApp
Nicht jede Person kann oder möchte unterwegs telefonieren. Deshalb möchten wir später zusätzlich feste Arbeitsplätze für eine schriftliche Begleitung schaffen. Telefonische Begleitung und WhatsApp sollen parallel angeboten werden, damit Menschen den Kontakt wählen können, der in ihrer Situation möglich ist.
Wachsen, um mehr Menschen zu begleiten
Unser Ziel ist nicht, mit dem Begleittelefon reich zu werden. Einnahmen sollen die laufenden Kosten decken und den Ausbau ermöglichen. Bleibt Geld übrig, kann daraus zum Beispiel ein weiterer Telefonarbeitsplatz, bessere Technik, Ausbildung oder eine längere Erreichbarkeit finanziert werden.
Unser wirklicher Gewinn
Wir möchten wachsen – aber nicht an der Angst von Menschen verdienen.
Unser Gewinn ist, wenn ein Mensch wieder mit einem Lächeln unterwegs sein kann.
Wenn jemand nach schlechten Erfahrungen einen lange gemiedenen Weg wieder schafft. Wenn eine Person nach einem Date nicht mehr denkt: „Was passiert, wenn ich jetzt einen Korb gebe?“, sondern weiß: Auf dem Rückweg kann ich das Begleittelefon anrufen. Wenn queere Menschen, Frauen und alle anderen, die Bedrohungen, Belästigungen oder Übergriffe erlebt haben, wieder ein Stück Freiheit zurückgewinnen.
Wir wollen Einnahmen und wir wollen Überschüsse – denn ohne Geld gibt es keine zusätzlichen Telefonplätze, keine sichere Technik, keine Ausbildung und keine längeren Öffnungszeiten. Diese Mittel sollen jedoch nicht zu persönlichem Reichtum werden. Sie sollen dafür sorgen, dass immer mehr Menschen in Deutschland verlässlich begleitet werden können.
Ein weiterer Arbeitsplatz, eine zusätzliche Schicht oder eine neue Möglichkeit zur Schreibbegleitung ist für uns kein Kostenpunkt auf einer Bilanz. Es bedeutet, dass ein weiterer Mensch seinen Weg vielleicht nicht mehr allein gehen muss.